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NIU heute | Prestigious Fellowship bietet dem ansässigen Mittelalterexperten der NIU eine immersive Erfahrung in Deutschland

Valerie Garver, Vorsitzende der Geschichtsabteilung, sieht die Früchte eines Stipendiums, das es ihr ermöglichte, das gesamte Semester im vergangenen Herbst mit anderen Mittelalterhistorikern in Deutschland zusammenzuarbeiten.

Vorsitzende der Abteilung für Geschichte der NIU, Valerie Garver. Bildnachweis: Ute von Figura, Universität Heidelberg

Garver, die eine Vielzahl von Mittelalterkursen an der NIU unterrichtet, wurde für das renommierte Mercator-Stipendium nominiert und ausgewählt, um Vorträge zu halten, zu forschen und ihr Fachwissen mit der Material Textual Cultures Collaborative Research Group an der Universität Heidelberg zu teilen.

Die Stipendien ermöglichen eine intensive und langfristige projektbezogene Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern deutscher und ausländischer Einrichtungen. Mercator-Stipendiatinnen und -Stipendiaten bleiben auch nach dem Forschungsaufenthalt mit den Mitgliedern des Projektteams in Kontakt.

Garvers Forschungsgruppe umfasste etwa 70 Wissenschaftler aus 18 verschiedenen Disziplinen. Forscher arbeiten daran, Licht in vormoderne Kulturen zu bringen, indem sie Texte untersuchen, die auf beschrifteten Artefakten wie Säulen, Grabsteinen, Statuen, Schriftrollen und Schriftrollen geschrieben wurden. Garver verfügt über besondere Expertise in frühmittelalterlichen Textiltexten.

Zusätzlich zu zwei Vorträgen im Zentrum erstellte Garver eine Forschungsarbeit, die jetzt im Überblick ist, über die Kontrolle, die frühmittelalterliche Königinnen über die Produktion und Verwendung von Textilien ausübten, was ihnen politischen Einfluss verschaffte. Sie hat auch an einem neuen Buch gearbeitet, das kurz vor der Fertigstellung steht und sich auf frühmittelalterliche Textilien, Kleidung und Gesellschaft in der karolingischen Welt (725 bis 925 n. Chr.) konzentriert.

Garver besuchte eine Reihe deutscher historischer Stätten, die auch im frühen Mittelalter von Bedeutung waren, darunter die Klöster Corvey und Lorsch, die mittelalterlichen Städte Bamberg und Paderborn sowie die Überreste der Kaiserpfalz Karls des Großen in Ingelheim.

„Das Stipendium hat sowohl meiner Forschung als auch meiner Lehre zugutegekommen“, sagt Garver.

„An der NIU bin ich der einzige mittelalterliche Historiker. An der Universität Heidelberg traf ich über 40 Mediävisten. Diese Art der Interaktion ist wirklich bereichernd und hat mir ermöglicht, mehr über verschiedene Aspekte des Mittelalters zu erfahren. Ein längerer Kontakt mit diesen Spezialisten wird auch meine Kurse verbessern, da ich dadurch neues Material von Weltexperten erhalte, das ich in meinen NIU-Kursen unterrichten kann.

Garvers Forschung zielt darauf ab, verwandte Fragen zur Geschichte von Frauen, Geschlecht, Kindheit und Familie sowie zum historischen und interdisziplinären Studium der materiellen Kultur zu beantworten. Neben ihrem fast fertiggestellten Buch hat sie ein weiteres laufendes Buchprojekt zur Kindheit im frühen Mittelalter. Diese Studie untersucht Kinder und Vorstellungen über Kinder durch die methodische Linse der Geschlechterforschung und der Studien zur materiellen Kultur.

Zusätzlich zum Mercator-Stipendium wurde Garvers Forschung durch seine Mitgliedschaft im Institute for Advanced Study in Princeton, New Jersey, unterstützt; ein Bonnie-Wheeler-Stipendium; ein Solmsen Postdoctoral Fellowship; das Fulbright-Programm; ein Franklin-Stipendium der American Philosophical Society; und ein Forschungsprojektstipendium des Pasold Research Fund.

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