Switzerland

Geschichte des ukrainischen Exils gewinnt den Preis für den besten Schweizer Spielfilm


Die Schauspielerin und Turnerin Anastasia Budiashkina, hier mit Regisseur Elie Grappe bei der Preisverleihung am Freitag zu sehen, kam nach einem mehrtägigen Aufenthalt in einem Luftschutzkeller in Charkiw, östlich von der Ukraine, über Polen in die Schweiz. Keystone/Walter Bieri

Olgader die Geschichte einer jungen ukrainischen Turnerin erzählt, die während der proeuropäischen Maidan-Revolution 2013-2014 in die Schweiz flüchtete, gewann dieses Jahr den Preis für den besten Spielfilm am Schweizer Filmpreis.

Dieser Inhalt wurde am 26. März 2022 – 11:33 Uhr veröffentlicht

Keystone-SDA/gw

Der Film von Elie Grappe, 28, gewann an der Preisverleihung, die am Freitagabend in Zürich stattfand, auch den Preis für das beste Drehbuch und den besten Ton.

Ein weiterer Film, der den aktuellen Krieg in der Ukraine widerspiegelt, Ostrowwurde als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Der Abend war reich an Hinweisen auf den andauernden Krieg. Die 20-jährige Turnerin, die die Hauptrolle spielt OlgaAnastasia Budiashkina kam nach einem mehrtägigen Aufenthalt in einem Luftschutzkeller in Charkiw in der Ostukraine zu der Zeremonie und reiste dann nach Polen, bevor sie in die Schweiz kam.

Mit dem Krieg in der Ukraine erhielt Grappes Film ein zweites Leben, als Organisationen in Großbritannien, Deutschland und den Vereinigten Staaten ihn im Rahmen von Spendenaktionen für die Ukraine vorführten.

Externe Inhalte

Der Film zeichnet das Porträt einer jungen Athletin, hin- und hergerissen zwischen dem Training im Schweizerischen Nationalen Sportzentrum in Macolin im Kanton Bern und Demonstrationen in Kiew, wo ihre Mutter Journalistin ist.

Inselmetapher für die Isolation Russlands

Der Dokumentarfilm Ostrow von der Russin Svetlana Rodina und Laurent Stoop blickt auf eine Insel in Russland, auf der das Leben vor dem Fall der Sowjetunion blühte. Heute haben die Einwohner kaum mehr als ihren Glauben an den „Retter“ Wladimir Putin.

„Mit dem Krieg in der Ukraine ist unser Film zu einer tieferen Metapher geworden“, sagte Rodina dem öffentlich-rechtlichen Schweizer Fernsehen RTS. „Durch den Angriff auf die Ukraine isoliert sich Russland [and] eine Insel werden.”

Weitere bemerkenswerte Gewinner des Abends waren Claudia Grob, deren erste Filmrolle in Die Miif, brachte ihr den Überraschungspreis als beste Hauptdarstellerin ein. Der Preis für die beste Nebendarstellerin wurde ebenfalls an eine nicht professionelle Schauspielerin verliehen Die Miif, Anais Uldry. Pablo Caprez wurde als bester Hauptdarsteller für den Zürcher Regisseur Lorenz Merz ausgezeichnet Seele eines Tieresdie einen Rekord von acht Nominierungen erhielt.

Die Schweizer Filmpreise werden vom Bundesamt für Kultur in Zusammenarbeit mit dem Verein Quartz in Genf und Zürich und dem Schweizerischen Rundfunk, der Muttergesellschaft von SWI swissinfo, vergeben.

Entspricht den JTI-Standards

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