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Deutschland liefert Panzerhaubitzen an die Ukraine für den Krieg gegen Russland

Nur wenige Tage nach der offiziellen Entscheidung der Bundesregierung, “schwere Waffen” an die Ukraine zu liefern, weitet Deutschland seine Unterstützung für den Krieg massiv aus.

Am Freitag gab das Verteidigungsministerium via Twitter bekannt, dass Deutschland sieben Panzerhaubitzen des Modells 2000 nach Kiew liefern werde. Das wurde von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) “festgestellt”. Mit der Hinzufügung von fünf holländischen selbstfahrenden Haubitzen beläuft sich die Gesamtlieferung auf ein Dutzend. Auch die Ausbildung im Umgang mit Haubitzen in Deutschland sei “bereit” und werde “nächste Woche” beginnen, bestätigte das Ministerium.

Die selbstfahrende Haubitze ist eine äußerst zerstörerische Waffe. “Niemand überlebt weniger als 50 Meter” vom Einschlagsort seiner Granaten, schreibt der Süddeutsche Zeitung in einem Artikel mit dem militaristischen Titel “Die schlagende Faust”.

Mehrere tausend Splitter würden “alles zerstören”, die Soldaten könnten “die Geschosse über dem Kopf des Feindes zur Detonation bringen”.

„Besatzungen können Spezialmunition gegen ‚feindliche Panzer‘ einsetzen, die Fahrzeuge mit ihren Sensoren automatisch erkennen und in der Lage sind, deren Stahl zu durchbohren.“

Mit der Lieferung von Haubitzen und der Ausbildung ukrainischer Soldaten in Deutschland ist Berlin nun eindeutig eine aggressive Partei im US-NATO-Krieg gegen Russland.

Nach einer Stellungnahme des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages vom 16. März stellt die Ausbildung ukrainischer Soldaten auf deutschem Boden eine völkerrechtliche Kriegsbeteiligung dar. „Nur wenn es neben der Waffenlieferung auch um die Unterrichtung der Konfliktpartei oder um die Ausbildung an diesen Waffen ginge, würde man den sicheren Boden des Nichtkriegs verlassen“, erklärt er.

Mit anderen Worten: 81 Jahre nach dem deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion, in dem fast 30 Millionen Menschen starben, befindet sich die herrschende Klasse erneut im Krieg mit Russland. Putins reaktionärer Einmarsch in die Ukraine und die offizielle Propaganda ändern nichts daran, dass sich die deutsche Außenpolitik wieder in die gleiche Richtung entwickelt wie 1941.

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